First Nations in Alberta skeptisch gegenüber milliardenschwerem CCS-Projekt

February 20, 2024

In der kanadischen Provinz Alberta haben sieben First Nations Bedenken im Hinblick auf Pläne zur Kohlenstoffspeicherung geäußert, die ihre traditionellen Ländereien betreffen könnten. Diese Bedenken richten sich gegen die möglichen Umweltauswirkungen und Risiken, die mit der Injektion von Kohlendioxid in geologische Formationen zur dauerhaften Lagerung einhergehen – eine Praxis, die im Rahmen von Bemühungen zur Reduzierung überschüssiger CO2-Emissionen und der Bekämpfung des globalen Temperaturanstiegs zunehmend an Bedeutung gewinnt.Die First Nations in Alberta sind besorgt über die potenziellen Schäden des von der Pathways Alliance vorgeschlagenen CCS-Projektes, das auf atemberaubende 12 Milliarden Dollar geschätzt wird. Bislang haben die Entwickler nicht genügend relevante Daten zur Bewertung der potenziellen Risiken und schädlichen Folgen für die nahegelegenen Reservatsgebiete vorgelegt, so die Vertreter der First Nations.Die Pathways Alliance, die den Großteil der Ölsandproduktion in Alberta repräsentiert, befindet sich zwar in der Phase der Beratung mit den Gemeinschaften bezüglich des vorgeschlagenen CCS-Projekts, doch sind Umweltbedenken nicht die einzige Herausforderung, mit der die Organisation konfrontiert ist. Auch die wirtschaftlichen Anreize für das geplante Projekt stehen in Frage, wie ein kürzlich veröffentlichter Bericht der globalen Forschungs- und Beratungsgruppe Wood Mackenzie aufzeigt.Die First Nations in Alberta haben auch Fragen hinsichtlich des Genehmigungsprozesses für Kohlenstoffspeicherprojekte und das Ausmaß, in dem dieser Prozess die Umweltauswirkungen und die Effekte auf lokale Gemeinschaften berücksichtigt, aufgeworfen.Die Besorgnis der First Nations in Alberta dreht sich um die Forderung nach Klarheit und Sicherheiten darüber, wie die CCS-Projekte ihre traditionellen Ländereien beeinflussen werden. Die anhaltende Verfügbarkeit wirtschaftlicher Anreize ist entscheidend für den Erfolg groß angelegter CCS-Projekte. Politisches Risiko und Unsicherheiten stellen ebenfalls Herausforderungen für die Vorantreibung von CCS-Projekten dar. Während wir uns auf eine nachhaltige Zukunft zubewegen, ist es entscheidend, das menschliche Element in der technologischen Entwicklung zu berücksichtigen.Die First Nations in Alberta wünschen sich eine vollständige Konsultation und vollständige Einbeziehung in den Prozess. Sie möchten nicht nur als Nachgedanke behandelt werden, sondern von Anfang an in die Planung und Umsetzung involviert sein. Sie fordern außerdem, dass Studien durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die Entwicklungen sicher für das Land und die Menschen sind.Die First Nations haben bereits Gespräche mit den Führungskräften der Ölsandunternehmen geführt und einen Brief an den Premierminister von Alberta geschickt, um ihre Bedenken auszudrücken. Die Vertreter der First Nations erwarten eine gründliche und umfassende Umweltüberwachung aller Kohlenstoffspeicherprojekte. Sie sind offen für Gespräche über eine Beteiligung an den Projekten, ähnlich wie einige First Nations bereits an Ölsandtankanlagen und Pipelines Anteile erworben haben.Die Diskussionen, der Widerstand und die Unterstützung für das Projekt gehen weiter. Beamte von Pathways haben einen breiten Zeitrahmen für den Entwicklungszeitplan vorgeschlagen und den kommunalen Führungskräften bei mehreren öffentlichen Treffen mitgeteilt, dass sie hoffen, zwischen 2027 und 2030 betriebsbereit zu sein.Die Kritikpunkte der First Nations an den CCS-Projekten in Alberta werfen wichtige Fragen auf – nicht nur hinsichtlich der Umweltauswirkungen und der Rechte der indigenen Gemeinschaften, sondern auch bezüglich der Wirtschaftlichkeit und Effektivität dieser Technologien im Kampf gegen den Klimawandel. Die Entwicklung und Umsetzung von CCS-Technologien in Alberta und darüber hinaus wird zweifellos eine sorgfältige Abwägung der Bedenken aller beteiligten Parteien erfordern.